Der achte Deutsch-Polnische Historienmarkt fand am 28.02.2026 in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Eurostadt Guben–Gubin statt. Ziel des Projektes war es, die vielfältige und bewegte Geschichte der geteilten Doppelstadt einer breiten Öffentlichkeit aus Deutschland und Polen näherzubringen sowie den grenzüberschreitenden Dialog zu stärken. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem deutschen und dem polnischen Partner wurde erneut ein gemeinsames kulturelles Format geschaffen, das zur Vertiefung des gegenseitigen historischen Verständnisses beiträgt und das Interesse an der Geschichte des jeweiligen Nachbarlandes fördert.
Mit der Durchführung des mittlerweile achten Historienmarktes sollte die historische Vielfalt der Eurostadt sichtbar gemacht und stärker im öffentlichen Bewusstsein verankert werden. Gleichzeitig verfolgte das Projekt das Ziel, den Wert von Büchern als Träger von Wissen und Erinnerung zu betonen sowie kulturelle Besonderheiten beider Länder zu bewahren. Die Veranstaltung bot Museen, touristischen Einrichtungen, Historikern, Darstellern und Verlagen beiderseits der Neiße eine Plattform, ihre Arbeit zu präsentieren und miteinander sowie mit den Besucherinnen und Besuchern in den Austausch zu treten.
Der Historienmarkt wurde an mehreren zentralen Orten durchgeführt: in der Alten Färberei, im Ausstellungsraum sowie auf dem Friedrich-Wilke-Platz. Durch diese dezentrale Organisation entstand eine lebendige Veranstaltungsatmosphäre, die sowohl Fachpublikum als auch Familien und geschichtsinteressierte Gäste ansprach. Die Resonanz war positiv; zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über historische Themen, regionale Besonderheiten und grenzüberschreitende Projekte zu informieren.
Insgesamt wurden vier Vorträge mit historischem Schwerpunkt gehalten. Diese beleuchteten unterschiedliche Aspekte der regionalen Geschichte und trugen zur fachlichen Vertiefung des Themas bei. Darüber hinaus wurden altes Handwerk und traditionelle Techniken anschaulich vorgestellt, wodurch Geschichte praxisnah und erlebbar vermittelt wurde.

